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Logistik trägt dieses Land. Jetzt steht sie unter Druck.
Unternehmer, Politik und Verbände im offenen Austausch über die Zukunft der Logistik
Logistik trägt dieses Land, aber wie lange noch unter diesen Bedingungen
Als Weigand-Transporte haben wir am Branchenaustausch zur aktuellen Lage der Logistik teilgenommen, weil dieser Dialog dringend notwendig ist.
Die Realität der Branche wurde offen angesprochen. Kurz, klar und ehrlich.
Der Austausch hat gezeigt, wie wichtig Gespräche auf Augenhöhe zwischen Unternehmern, Politik, Verwaltung und Verbänden sind.
Wir danken allen Teilnehmenden ausdrücklich für ihre Zeit, ihre Offenheit und den respektvollen Dialog.
Gerade diese Offenheit ist keine Selbstverständlichkeit und macht den Wert solcher Formate aus.
Unser besonderer Dank gilt dem BGL Niedersachsen als Veranstalter sowie allen Beteiligten, die diesen Austausch möglich gemacht haben.
Ebenso danken wir Vanessa Zobel MdB, Christoph Frauenpreis MdB, Dr. Marco Mohrmann MdL, Jörn Keller, Bürgermeister der Gemeinde Sittensen, sowie den Unternehmerkollegen Andreas Meyer von der EM Spedition Bremervörde, Benjamin Ney von Raisa DHT Stade, Jan Oellrich von Oellrich Transporte Horneburg, Johann Rieper von der Rieper GmbH und Co KG Jork und Utz Osthushenrich, Bezirksgeschäftsführer des GVN Hannover. Unser Dank gilt auch Monika Hahn von der Zevener Zeitung für die journalistische Begleitung und das Sichtbarmachen der Situation unserer Branche.
Was viele außerhalb der Logistik nicht sehen:
Die Logistik funktioniert nicht automatisch. Sie funktioniert, weil Unternehmerinnen und Unternehmer, Fahrerinnen und Fahrer sowie Mitarbeitende täglich große Verantwortung übernehmen und dabei häufig an ihre Belastungsgrenzen gehen.

Besonders eindrücklich war die Stimmung aus den Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus ganz Niedersachsen. Es geht längst nicht mehr nur um Zahlen und Bilanzen, sondern um Erschöpfung, fehlende Perspektiven und zunehmende Unsicherheit. Immer häufiger scheitert die Übergabe an die nächste Generation. Damit steht nicht nur der einzelne Betrieb, sondern die Zukunft einer ganzen Branche auf dem Spiel. Die nächste Generation braucht Verlässlichkeit und eine klare Zukunftsaussicht.

Drei Kernbotschaften standen im Mittelpunkt des Austauschs.
Berufskraftfahrer brauchen Sicherheit und Wertschätzung.
Ausreichende Lkw Parkplätze, konsequente Kontrollen mit spürbaren Bußgeldern, moderne Fahrerhäuser und eine faire Bezahlung sind zentrale Voraussetzungen für einen attraktiven Beruf und für sichere Transportketten.
Wettbewerb muss fair sein.
Unzureichend kontrollierte Kabotage sowie Sub und Sub Sub Strukturen verzerren den Markt. Faire Bedingungen entstehen nur durch gleiche Regeln für alle. Auftraggeber, Kontrollbehörden, Politik und Unternehmen tragen hierfür gemeinsam Verantwortung.
Dekarbonisierung braucht Planungssicherheit.
Der Weg zur Klimaneutralität gelingt nur mit Technologieoffenheit und verlässlichen Rahmenbedingungen, etwa durch klare und langfristige Regelungen, die Investitionen planbar machen.
Für Auftraggeber von Flüssigkeitstransporten ist dabei eines besonders wichtig: Versorgungssicherheit entsteht durch stabile Partnerschaften und realistische Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette. Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit lassen sich dauerhaft nur gemeinsam gewährleisten.
Bei allen Herausforderungen bleibt etwas Entscheidendes: Hoffnung.
Hoffnung, weil Probleme klar benannt wurden.
Hoffnung, weil Politik, Verwaltung und Wirtschaft miteinander gesprochen haben.
Hoffnung, weil jetzt Stärke und Mut gefragt sind, um ins Handeln zu kommen.

In zwölf Monaten wird dieser Dialog fortgesetzt. Dann wird entscheidend sein, welche konkreten Schritte den Worten gefolgt sind.
Denn nur gemeinsam lässt sich die Zukunft der Logistik und damit auch die sichere Versorgung nachhaltig gestalten.

