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Zukunftstag Nutzfahrzeuge - Antrieb 2030: Was die Antriebswende für Weigand Transporte bedeutet
Welche Antriebstechnologien werden den Güterverkehr von morgen bestimmen? Weigand Transporte hat die wichtigsten Erkenntnisse aus den Vorträgen und Diskussionen des Zukunftstags „Nutzfahrzeuge – Antriebe 2030“ zusammengefasst.
Die Transformation hat begonnen
Elektro-Lkw werden zum neuen Standard
- Elektro-Lkw sind heute für viele Anwendungen technisch einsatzfähig.
- Bereits Millionen von Praxiskilometern belegen die Alltagstauglichkeit.
- Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte wächst kontinuierlich.
- Entlang der Autobahnen entstehen in den kommenden Jahren hunderte neue Schnellladestandorte.
- Das sogenannte Megawatt Charging System (MCS) wird künftig besonders kurze Ladezeiten ermöglichen.
Planungssicherheit bleibt der entscheidende Faktor
- Förderprogrammen
- Energiepreisen
- Netzanschlüssen
- Mautregelungen
- regulatorischen Vorgaben
Sicherheit und Vertrauen sind entscheidend
- Batteriesicherheit
- Reichweitenprüfungen
- Belastungstests unter Extrembedingungen
- automatisiertes und autonomes Fahren
- digitale Sicherheits- und Cybersicherheitslösungen
Herausforderungen bleiben bestehen
- hohe Anschaffungskosten für E-Lkw
- teilweise lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen
- fehlende Ladeinfrastruktur an einigen Standorten
- Strompreisentwicklung
- Nutzlastnachteile durch Batterien
- Fahrermangel und fehlende Stellplätze
Chancen für Speditionen
✅ Erfahrungen mit ersten Elektrofahrzeugen sammeln
✅ Ladeinfrastruktur frühzeitig planen
✅ Photovoltaik und Batteriespeicher prüfen
✅ Kunden, Energieversorger und Finanzierungspartner einbinden
Nutzlast bleibt ein entscheidender Faktor im Schwerverkehr
Ein wichtiges Thema auf dem Zukunftstag war die Frage der Nutzlast bei batterieelektrischen Lkw. Zwar dürfen emissionsfreie Fahrzeuge heute bereits mit einem erhöhten zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 42 Tonnen eingesetzt werden, um das zusätzliche Gewicht der Batterien teilweise auszugleichen. In der Praxis reicht dies jedoch nicht für alle Einsatzbereiche aus.
Insbesondere E-Lkw mit großen Batteriepaketen für maximale Reichweite können gegenüber vergleichbaren Diesel-Fahrzeugen rund 3,5 bis 4 Tonnen Mehrgewicht aufweisen. Die derzeitige Gewichtskompensation gleicht diesen Nachteil nicht vollständig aus.
Gerade im Flüssigkeits- und Schwerverkehr, in dem Fahrzeuge regelmäßig an der Gewichtsgrenze betrieben werden, hat jedes Kilogramm Nutzlast eine hohe wirtschaftliche und ökologische Bedeutung. Können aufgrund des höheren Fahrzeuggewichts beispielsweise 2.000 Kilogramm weniger Produkt transportiert werden, sind für dieselbe Transportmenge zusätzliche Fahrten erforderlich.
Aus Sicht von Weigand Transporte ist deshalb die diskutierte Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts auf 44 Tonnen sowie eine Erhöhung der zulässigen Achslast auf der Antriebsachse ein wichtiger Baustein für den erfolgreichen Einsatz von Elektro-Lkw im Schwerverkehr. Nur so können die Gewichtsnachteile großer Batteriesysteme ausgeglichen werden, ohne die Transporteffizienz zu reduzieren.
Die Branche weist darauf hin, dass Klimaschutz und Transportleistung gemeinsam betrachtet werden müssen. Wenn klimafreundliche Fahrzeuge aufgrund geringerer Nutzlast mehr Fahrten benötigen, wird ein Teil der angestrebten positiven Umweltwirkung wieder abgeschwächt. Ziel muss daher sein, emissionsfreie Antriebe mit praxistauglichen Rahmenbedingungen zu verbinden, damit Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen erreicht werden können.
Unser Fazit:
Die Elektrifizierung bietet große Chancen für den Straßengüterverkehr. Für den Schwerverkehr sind jedoch die Erhöhung auf 44 Tonnen Gesamtgewicht und angepasste Achslasten wesentliche Voraussetzungen, damit Elektro-Lkw ihr Potenzial voll entfalten können, ohne bei Nutzlast und Effizienz Nachteile zu verursachen.

